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Vorgehen gegen den Iran: USA und Saudis setzen auf Partner

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Saudi-Arabien und die USA haben sich darauf verständigt, ihre Iran-Pläne mit internationalen Partnern abzustimmen. US-Präsident Trump hat derweil neue Sanktionen verabschiedet. UN-Ermittler sind auf dem Weg zum Angriffsort.

Nach den Angriffen auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien wollen die USA und das Königreich die internationale Gemeinschaft für Beratungen über mögliche Reaktionen gegen den Iran mit ins Boot holen. US-Außenminister Mike Pompeo und der saudische Kronprinz und Verteidigungsminister Mohammed bin Salman hätten bei ihrem Treffen die Notwenigkeit besprochen, “dass die internationale Gemeinschaft zusammenkommt, um der anhaltenden Bedrohung durch das iranische Regime zu begegnen”, wie das US-Außenministerium mitteilte. Sie hätten darin übereingestimmt, “dass das iranische Regime für sein anhaltend aggressives, rücksichtsloses und bedrohliches Verhalten verantwortlich gemacht werden muss”.

Zuvor hatte Pompeo bereits angekündigt, sowohl die USA als auch Saudi-Arabien würden die Angriffe bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in der kommenden Woche ansprechen. Später twitterte Pompeo dann, die USA stünden an der Seite Saudi-Arabiens. “Das drohende Verhalten des iranischen Regimes wird nicht toleriert.”

Pompeo reist weiter in die Vereinigten Arabischen Emirate

Am Donnerstag wollte Pompeo zu Gesprächen nach Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten reisen. Die iranische Regierung hatte am Mittwoch allerdings erneut jede Verantwortung für die Angriffe auf die Ölanlagen in Saudi-Arabien zurückgewiesen, zu denen sich die von Teheran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen bekannt hatten.

Seit der einseitigen Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump vor gut einem Jahr haben die Spannungen zwischen Washington und Teheran immer weiter zugenommen. Die USA wollen den Iran mit harten Sanktionen und einer Politik des “maximalen Drucks” dazu bewegen, einem neuen Abkommen mit härteren Auflagen zuzustimmen und die Unterstützung von Terrorgruppen in der Region einzustellen.

Nach Öl-Angriff schicken UN Experten nach Saudi Arabien

Unterdessen haben die Vereinten Nationen Gutachter nach Saudi Arabien entsandt. Die Fachleute seien schon aufgebrochen, teilte UN-Generalsekretär António Guterres vor Reportern in New York mit. Die Experten sollen mithelfen zu untersuchen, woher der Angriff auf die Ölanlagen tatsächlich kam. Saudi-Arabien hatte zuvor internationale Experten, darunter auch von den Vereinten Nationen, offiziell eingeladen. Der Generalsekretär verurteilte die Anschläge vom Samstag wiederholt. Sie hätten eine dramatische Zuspielung der Situation in der Golf-Region gebracht.

US-Präsident Trump hat bereits härtere Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Es wird erwartet, dass Vertreter der Konfliktparteien am Rande der UN-Vollversammlung zu Gesprächen zusammenkommen. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur IRNA hat aber weder Präsident Rouhani noch sein Außenminister bislang ein Visum zur Einreise für die USA erhalten. Guterres versicherte vor Journalisten: Die UN seien dabei, sich um offene Visa-Angelegenheiten für die Vollversammlung zu kümmern.

Mit Informationen von Antje Passenheim, ARD-Studio New York

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