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News am Wochenende: Drohende Pleite: Hotel soll Thomas-Cook-Urlauber festhalten

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Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Drohende Pleite: Hotel soll Thomas-Cook-Urlauber festhalten (12.08 Uhr)
  • Merkel und Kramp-Karrenbauer fliegen in zwei Maschinen in die USA (7.26 Uhr)
  • Über 100 Verletzte bei Erdbeben in Albanien (2.04 Uhr)
  • Dutzende Festnahmen nach Protesten in Ägypten (1.53 Uhr)
  • Mann steuert Auto offenbar absichtlich in Moschee in Colmar (0.09 Uhr)

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 16.28 Uhr: Nashorn-Wilderei in Südafrika leicht zurückgegangen +++

Die Zahl der von Wilderern getöteten Nashörner in Südafrika ist etwas zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2019 sank sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 386 auf 318 Tiere, wie Umweltministerin Barbara Creecy anlässlich des Weltnashorntages am Sonntag mitteilte. “Obwohl der Kampf gegen die Wilderei noch lange nicht vorbei ist, sind wir stolz darauf, dass sich die Bemühungen von Regierung, privaten Nashornbesitzern und besorgten Bürgern auszahlen”, schrieb sie in einer Mitteilung. 

Die Naturschutzorganisation WWF betonte, die Nashornwilderei gefährde nach wie vor das Überleben der Spezies. Der internationale Handel mit Nashorn-Hörnern ist verboten. Doch in Asien, vor allem in Vietnam und China, ist Horn als Inhaltsstoff der traditionellen Medizin beliebt und kostet etwa so viel wie Gold. In Afrika soll es noch rund 20.000 Breitmaulnashörner und 5000 Spitzmaulnashörner geben.

+++ 16.11 Uhr: Schwerstes Erdbeben seit Jahrzehnten erschüttert Albanien +++

Beim schwersten Erdbeben in Albanien seit Jahrzehnten sind Dutzende Menschen verletzt und Teile der Infrastruktur schwer beschädigt worden. Etwa 80 Menschen mussten sich in der Hauptstadt Tirana und im nahegelegenen Dürres laut albanischem Gesundheitsministerium nach dem Beben vom Samstag medizinisch behandeln lassen. In Tirana und weiteren Städten und Dörfern waren die Stromversorgung und Telefonleitungen unterbrochen.

“Es gab keine Toten”, hob die Sprecherin des albanischen Verteidigungsministeriums, Albana Qajaj, hervor. Rund ein Viertel der Verletzten seien durch herabstürzende Gegenstände und einstürzende Mauern leicht verletzt oder wegen “Panikattacken” ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Nach Angaben ihres Ministeriums handelte es sich um “das stärkste Erdbeben im Land seit 20 bis 30 Jahren”. Laut US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 5,6 und ereignete sich in einer Tiefe von zehn Kilometern. Das Epizentrum lag demnach in Dürres. Die Erschütterungen waren auch in den Nachbarländern Montenegro und Italien sowie auf der griechischen Ferieninsel Korfu zu spüren.

+++ 15.46 Uhr: Schriftsteller Günter Kunert im Alter von 90 Jahren gestorben +++

Der Dichter und Schriftsteller Günter Kunert ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Das bestätigten die Witwe und ein enger Freund der Familie, der Bildhauer Manfred Sihle-Wissel, Nachrichtenagentur DPA. Zuvor hatte die “Neue Osnabrücker Zeitung” darüber berichtet.

+++ 15.26 Uhr: Millionenauftakt: Oktoberfest beginnt mit großem Andrang +++

Das Münchner Oktoberfest hat am ersten Wochenende einen Massenandrang verzeichnet. An den ersten beiden Festtagen kamen nach einer ersten Schätzung der Festleitung eine Million Besucher. Im Vorjahr waren es 800.000 gewesen.

+++ 13.20 Uhr: Lastwagen fährt in Markt in Zentralchina: 10 Tote und 16 Verletzte +++

Ein Lastwagen ist in Zentralchina in einen gut besuchten Markt gerollt und hat zehn Menschen getötet. 16 weitere wurden verletzt, berichtete die Nachrichtenagentur China News Service. Das Unglück passierte am Morgen in Huashi in der Provinz Hunan. Der Fahrer des Sandlasters wurde in Haft genommen. Er hatte offenbar an einer abschüssigen Straße die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Eine Untersuchung ist eingeleitet.

+++ 12.38 Uhr: Bahn: Größtes Wachstumsprogramm der deutschen Eisenbahngeschichte +++

Die Eisenbahn in Deutschland steht aus Sicht der Deutschen Bahn vor dem größten Investitions- und Wachstumsprogramm in ihrer rund 180-jährigen Geschichte. “Wir haben immer gesagt: Deutschland braucht eine starke Schiene”, sagte Vorstandschef Richard Lutz. “Seit Freitag können wir sagen: Deutschland bekommt eine starke Schiene.”

Das Klimakabinett der Bundesregierung hatte am Freitag beschlossen, mehr Geld in die Bahn zu stecken, Steuern für Fahrkarten zu senken und Genehmigungsverfahren für Bauprojekte zu beschleunigen. Die Bahn kündigte an, dass Fahrkarten im Fernverkehr zehn Prozent billiger werden, sobald die Steuersenkung in Kraft tritt.

Die Beschlüsse vom Freitag brächten der Eisenbahn bis 2030 noch einmal 20 Milliarden Euro zusätzlich, sagt Lutz. Er sprach von einer Wende. Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla sagte: “Der Rückenwind bekommt schon fast Sturmstärke.”

+++ 12.12 Uhr: Ermittler: Deutsche auf Mallorca von ihrem Partner erstochen +++

Eine 59 Jahre alte Deutsche ist auf Mallorca Ermittlern zufolge von ihrem Lebensgefährten getötet worden. Der Mann habe die Frau ersten Erkenntnissen zufolge mit einer Stichwaffe an der Brust und am Unterleib tödlich verletzt, teilten die Behörden der spanischen Insel mit. Bei dem Täter soll es sich um einen 59 Jahre alten Spanier handeln.

Die Tat habe sich gegen 08.30 Uhr im Küstenort Colònia de Sant Jordi im Süden Mallorcas ereignet. Die Hintergründe der Attacke seien noch unbekannt, hieß es. Die Polizeieinheit Guardia Civil ermittelt.

+++ 12.08 Uhr: Drohende Pleite: Hotel soll Thomas-Cook-Urlauber festhalten +++

Der drohende Bankrott des Touristikkonzerns Thomas Cook hat Medienberichten zufolge für die ersten Urlauber Konsequenzen. Nachdem am Samstag bekannt wurde, dass die Verhandlungen mit privaten Investoren gescheitert waren, sollen laut einem Bericht der BBC derzeit mehrere Touristen in einem Hotel nahe der Hauptstadt Tunis (Tunesien) an der Abreise gehindert werden. Offenbar befürchtet das Hotel, dass Thomas Cook angesichts der finanziellen Lage offene Rechnungen nicht begleichen kann.

Die betroffenen Gäste berichteten laut BBC, das Hotel habe sich geweigert, sie aus dem Resort zu lassen, ehe das für die Buchungenen offene Geld entrichtet sei. Laut dem englischen Boulevard-Blatt “Sun” sollen rund 40 Urlauber von der Maßnahme des Resorts betroffen sein. Die Verantwortlichen hätten die Tore geschlossen und “halten die Menschen gefangen”, wird eine Urlauberin zitiert. Ein Tourist sagte der BBC: “Wir können das Hotel nicht verlassen. Ich würde es genauso beschreiben, als würde man als Geisel gehalten.”

Am Freitag hatte Thomas Cook angekündigt, dass er zusätzlich zu einem von privaten Investoren zugesagten Rettungspaket in Höhe von 900 Millionen Pfund weitere 200 Millionen benötige, um eine Pleite abzuwenden. Der Konzern wollte am Sonntag weiter mit Investoren verhandeln, wie die Deutsche Presse-Agentur aus informierten Kreisen erfuhr. Ein Unternehmenssprecher wollte dies nicht kommentieren.

Im Falle eines Bankrotts des 178 Jahre alten Unternehmens drohen etwa 600.000 Urlauber weltweit zu stranden. Außerdem sind tausende Arbeitsplätze in Gefahr. 

+++ 11.21 Uhr: Zahlreiche Tote bei Al-Shabaab-Angriff im Süden Somalias +++

Bei einem Angriff der Terrormiliz Al-Shabaab auf eine Militärbasis in Somalia und einem anschließenden Feuergefecht sind nach Armee-Angaben 18 Menschen getötet worden. Es seien 5 Soldaten und 13 der Angreifer ums Leben gekommen, teilte ein Sprecher des Militärs am Sonntag mit. Die Extremisten hätten zunächst eine Autobombe vor dem Stützpunkt nahe der südsomalischen Hafenstadt Merka gezündet. 

Al-Shabaab kontrolliert seit Jahren große Teile von Zentral- und Süd-Somalia. Die sunnitischen Fundamentalisten, die Verbindungen zu dem Terrornetzwerk Al-Kaida haben, kämpfen um die Vorherrschaft in dem Land am Horn von Afrika.

+++ 10.26 Uhr: Malta startet unabhängige Untersuchung zum Mordfall Caruana Galizia +++

Zwei Jahre nach der Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia hat die Regierung in Malta eine unabhängige Untersuchung des Falls angeordnet. Regierungschef Joseph Muscat beauftragte den pensionierten Richter Michael Mallia damit, die Hintergründe des bis heute nicht aufgeklärten Mordes zu ermitteln. Am Samstag erklärte er sich zudem zu Gesprächen mit Galizias Angehörigen bereit, die eine Zusicherung für die Unparteilichkeit der Ermittler forderten.    

Der Regierungschef werde die Familie der ermordeten Journalistin nach seiner Rückkehr vom UN-Gipfel in New York treffen, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Muscat hatte sich am Freitag der Forderung des Europarates gebeugt, welcher der Regierung in Valletta im Juni eine Drei-Monats-Frist für den Beginn solcher Ermittlungen gesetzt hatte. Vor allem die Familie des Mordopfers und viele Unterstützer hatten dies immer wieder gefordert.

+++ 9.49 Uhr: Medien: Zweite bewaffnete Drohne binnen 48 Stunden abgeschossen +++

Zum zweiten Mal binnen 48 Stunden ist in Syrien staatlichen Medienberichten zufolge eine bewaffnete Drohne abgeschossen worden. Spezialisten hätten am Samstag eine mit Bomben und Sprengstoff ausgerüstete Drohne oberhalb des Bergs Hermon im Norden der Provinz Kuneitra demontiert, berichtete die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Zwei Tage zuvor hatte die syrische Luftwaffe demnach eine bewaffnete Drohne über dem Dorf Akraba südlich der Hauptstadt Damaskus abgeschossen.    

Wer hinter den Drohnenangriffen stand, ließ die Agentur offen. Das Hermon-Massiv liegt an der Grenze zwischen Libanon, Syrien und den von Israel annektierten syrischen Golanhöhen.     

Israel steht nach Angaben eines israelischen Militärsprechers nicht hinter der am Samstag abgeschossenen Drohne. Vermutlich sei sie iranischer Bauart, erklärte er im Kurzbotschaftendienst Twitter. “Heute haben wir den Beweis dafür, dass Kasem Soleimani in Syrien tun kann was er will, ohne das Regime von Baschar al-Assad zu informieren”, erklärte der Sprecher.

Stärkstes Beben seit 30 Jahren: Viele Verletzte nach Erdbeben in Albanien

+++ 9.04 Uhr: Mindestens 26 Tote bei Busunglück in Pakistan +++

Mindestens 26 Menschen, darunter Kinder, sind bei einem Busunglück in Pakistan getötet worden. Der Bus war auf dem Weg von dem beliebten Touristenziel Skardu nach Rawalpindi, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Weitere 12 Menschen wurden verletzt, als der Bus in der Region Gilgit-Baltistan nahe der Grenze zu China gegen einen Hügel prallte. Der genaue Unfallhergang war zunächst unklar. 

Schwere Verkehrsunfälle sind Alltag in Pakistan – oft werden Regeln ignoriert und Sicherheitsstandards nicht eingehalten. Zudem sind die Straßen oft miserabel. Die Behörden sprechen offiziell von etwa 4000 Verkehrstoten im Jahr.

+++ 8.05 Uhr: Ruhani: Ausländische Truppen erhöhen “Unsicherheit” in Golfregion +++

Die Präsenz ausländischer Truppen am Golf erhöht nach den Worten des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani die “Unsicherheit” in der Region. “Ausländische Truppen können Probleme und Unsicherheit für unser Volk und unsere Region verursachen”, sagte Ruhani am Sonntag in einer Fernsehansprache anlässlich einer jährlichen Militärparade. Sein Land werde den Vereinten Nationen in den kommenden Tagen einen Kooperationsplan vorlegen, mit dem die Sicherheit am Persischen Golf gewährleistet werden solle.     

Ruhani reagierte damit auf die Ankündigung der USA, nach den Luftangriffen auf zwei saudiarabische Ölanlagen ihre Streitkräfte in der Region zu verstärken. Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Mark Esper vom Freitag werden die Einheiten “defensiver Natur und vorrangig auf die Luft- und Raketenabwehr konzentriert” sein. Die Truppen würden auf Bitten Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate entsandt, um weitere Eskalationen in der Region zu verhindern.     Der Chef der iranischen Revolutionsgarden, Hossein Salami, warnte die USA daraufhin vor einem Angriff auf den Iran und drohte mit massiver Vergeltung.

+++ 7.26 Uhr: Merkel und Kramp-Karrenbauer fliegen in zwei Maschinen in die USA +++

Kanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (beide CDU) fliegen zwei Tage nach der Verabschiedung des Klimapakets der großen Koalition an diesem Sonntag fast zeitgleich in zwei Maschinen der Luftwaffe an die US-Ostküste. Merkel fliegt zum UN-Klimagipfel am Montag und nimmt anschließend an der UN-Generaldebatte ab Dienstag in New York teil, Kramp-Karrenbauer fliegt zu einem Treffen mit ihrem amerikanischen Kollegen Mark Esper. Fliegen ist besonders klimaschädlich. 

Ursprünglich war geplant, dass Kramp-Karrenbauer mit ihrer Delegation in der Kanzler-Maschine mitfliegt, in der auch Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) reisen. Der Airbus A340 sollte erst in New York zwischenlanden und dann weiter nach Washington fliegen. Weil Kramp-Karrenbauer bereits am Montagabend nach Deutschland zurückfliegt, wollte sie eine normale Linienmaschine nehmen. Die Flugtickets waren bereits bestellt. 

Doch dann soll nach Informationen der “Bild am Sonntag” aus Regierungskreisen das Kanzleramt dem Verteidigungsministerium signalisiert haben, dass ein Mitflug Kramp-Karrenbauers nicht gewünscht sei und die Anreise eigenständig erfolgen solle. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der Zeitung: “Im Zuge der Planungen dieser Reise haben wir uns bemüht, den Einsatz der Flugzeuge zu optimieren.” Flugplanung und Flugzeugmuster richteten sich nach dem Zielflughafen, der Flugstrecke, der Delegationsgröße und den terminlichen Verpflichtungen der Regierungsmitglieder. Ein konkreter Grund für die getrennte Anreise wurde demnach nicht genannt.

+++ 7.04 Uhr: WHO: Medizinische Versorgung für alle braucht Milliardeninvestitionen +++

Bis 2030 haben nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zu zwei Milliarden mehr Menschen Zugang zu medizinischer Grundversorgung als 2015. Wenn die Weltbevölkerung wächst wie erwartet und die Ausgaben nicht deutlich erhöht werden, würden dann allerdings immer noch bis zu fünf Milliarden Menschen nicht versorgt, wie die WHO am Sonntag berichtete. Zur Grundversorgung gehören etwa Impfungen und eine Betreuung während der Schwangerschaft. 

Der Anteil der Erdenbürger, die medizinisches Personal konsultieren können, würde im besten Fall von heute der Hälfte auf knapp zwei Drittel steigen. Zu wenig, mahnt die WHO, denn die Weltgemeinschaft hatte 2015 ehrgeizigere Pläne verkündet: Die nachhaltigen UN-Entwicklungsziele (SDG) sehen eine Grundversorgung für alle Menschen bis 2030 vor. Deshalb seien zusätzliche finanzielle Investitionen nötig, vor allem aufseiten der nationalen Regierungen. Den ärmsten Ländern müsse mit Entwicklungshilfe geholfen werden.

Um eine Minimalversorgung für alle sicherzustellen, müssten im Jahr zusätzlich etwa 200 Milliarden Dollar (rund 181 Milliarden Euro) investiert werden. Damit könnten in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen bis 2030 rund 60 Millionen Menschenleben gerettet und die Lebenserwartung um 3,7 Jahre verlängert werden, hieß es. Für eine umfassendere Versorgung, die über die Minimalanforderungen hinausgehe, seien weitere 170 Milliarden Dollar im Jahr nötig. 

+++ 5.14 Uhr: Drei von vier Syrern erhalten Hartz IV +++

Rund drei Viertel der in Deutschland ansässigen Syrer im erwerbsfähigen Alter leben ganz oder teilweise von Hartz IV. Wie aus Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht, waren es zuletzt 74,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote für syrische Staatsbürger lag demnach im Juni dieses Jahres bei 44,2 Prozent, Tendenz leicht sinkend. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,6 Prozent.

Wer einen Integrationskurs oder einen Berufssprachkurs besucht, wird nicht als Arbeitsloser gezählt, sondern als “Unterbeschäftigter”. Hartz IV erhält außerdem, wer so wenig verdient, dass er seinen Lebensunterhalt davon nicht allein bestreiten kann. 

+++ 4.33 Uhr: EVP-Fraktionschef Weber für Verlängerung des Flüchtlingsdeals mit der Türkei +++

Nach Ansicht des Vorsitzenden der konservativen Mehrheitsfraktion im EU-Parlament, Manfred Weber, sollte die EU den Flüchtlingsdeal mit der Türkei fortsetzen. Er sei dafür, die Flüchtlingshilfen an die Türkei “über 2019 hinaus für mehrere Jahre zu verlängern”, sagte Weber der “Welt am Sonntag”. Bei Bedarf sollten die bisherigen Beträge sogar erhöht werden. “Das Geld ist gut investiert”, betonte Weber.     

Zugleich warnte der EVP-Fraktionschef den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan davor, angesichts steigender Flüchtlingszahlen Druck auf die EU auszuüben. “Wir lassen uns nicht erpressen”, sagte Weber der “Welt am Sonntag”. Wer mit dem Migrationspakt spiele, gefährde die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und der Türkei,sagte Weber. “Das muss die Türkei wissen.”

+++ 3.27 Uhr: Aktivisten in Hongkong erheben schwere Vorwürfe gegen Polizei +++

Bekannte Hongkonger Demokratie-Aktivisten haben schwere Vorwürfe gegen die Polizei und die Regierung in der chinesischen Sonderverwaltungszone erhoben. Am Rande eines Besuchs mehrerer Hongkonger Aktivisten in Washington kritisierte Joshua Wong am Samstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP, Hongkong habe sich “von einer modernen globalen Stadt in einen Polizeistaat mit Polizeigewalt” verwandelt. Auch die Popsängerin Denise Ho sprach von einem “Polizeistaat”.     

Die Regierung verstecke sich hinter der Polizei und lehne es ab, eine Lösung für die Krise zu finden, sagte Ho. Der Aktivist Brian Leung warf Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam vor, die Polizei für ihren persönlichen Machterhalt zu nutzen. Die Regierung missbrauche ihre “öffentliche Macht, um die Menschen zu quälen und sie zum Schweigen zu bringen”, sagte Leung. Am Samstag hatte es bei Protesten in Hongkong erneut Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben.

+++ 2.04 Uhr: Über 100 Verletzte bei Erdbeben in Albanien +++

Mehrere Erdbeben haben am Samstag im Balkanstaat Albanien über 100 Menschen verletzt, Hunderte weitere in Angst und Schrecken versetzt und Sachschäden angerichtet. Die Zahl der Verletzten stieg bis zum späten Samstagabend auf mindestens 108 an, wie die örtlichen Medien unter Berufung auf die Gesundheitsdienste berichteten. Die meisten von ihnen seien mit leichten Verletzungen davongekommen. Ein heftiges Nachbeben kurz nach Mitternacht in der Nacht zum Sonntag sorgte für neue Ängste unter den Menschen.

Das stärkste Beben am Samstagnachmittag hatte nach Angaben des albanischen Verteidigungsministeriums eine Stärke von 5,8. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 5,6 an. Es ereignete sich kurz nach 16 Uhr (MESZ). Zwei weitere Beben mit Stärken von 5,1 und 4,7 folgten. Laut dem Ministerium lag das Zentrum des ersten Bebens unweit vom Kap Rodon nördlich der Hafenstadt Durrës. Das Ministerium sprach vom schwersten Erdbeben in Albanien seit Jahrzehnten.

+++ 1.53 Uhr: Dutzende Festnahmen nach Protesten in Ägypten +++

Nach den regierungskritischen Protesten in Kairo mit dutzenden Festnahmen hat die ägyptische Polizei ihr Aufgebot massiv verstärkt. Am symbolträchtigen Tahrir-Platz und in der Altstadt von Kairo waren am Samstag zahlreiche Sicherheitskräfte im Einsatz, um einen Ausbruch neuer Demonstrationen zu verhindern. Der Initiator der Protestaktion, der im spanischen Exil lebende ägyptische Unternehmer Mohamed Ali, rief derweil für den kommenden Freitag zu neuen Massenprotesten auf.     

Bei regierungskritischen Protesten in mehreren ägyptischen Städten war es seit Freitagabend zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Allein in Kairo gingen hunderte Menschen auf die Straße, um den Rücktritt von Staatschef Abdel Fattah al-Sisi zu fordern. Dutzende versammelten sich auf dem symbolträchtigen Tahrir-Platz – dem Schauplatz wochenlanger Massenproteste, die vor acht Jahren den Langzeitherrscher Husni Mubarak aus dem Amt vertrieben hatten. 

+++ 1.04 Uhr: Deutschland tritt Allianz der Kohleausstiegsländer bei +++

Deutschland tritt an diesem Sonntag der internationalen Allianz für den Kohleausstieg bei. “Der Kohleausstieg ist ein zentraler Baustein für den weltweiten Klimaschutz”, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze anlässlich der am Rande des UN-Klimagipfels in New York geplanten Verkündung den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. “Mit den Beschlüssen des Klimakabinetts bekennt sich die Bundesregierung offiziell zum Kohleausstieg. Damit können wir endlich auch der Allianz der Kohleausstiegsländer beitreten.”

Die Allianz zeige, dass die Kohleverstromung in den verschiedenen Teilen der Welt zum Auslaufmodell werde. “Wenn ein großes Industrieland wie Deutschland sich von Atom und Kohle verabschiedet und seine Energieversorgung schrittweise vollständig auf erneuerbare Energien umstellt, ist das auch ein starkes Signal für andere Teile der Welt”, erklärte Schulze.

+++ 0.09 Uhr: Mann steuert Auto offenbar absichtlich in Moschee in Colmar +++

Im elsässischen Colmar hat ein anscheinend psychisch kranker Mann am Samstagabend offenbar absichtlich sein Auto in eine Moschee gesteuert, jedoch niemanden verletzt. Nach dem Vorfall vor der Großen Moschee von Colmar sei der Mann festgenommen worden, teilte die Präfektur des Departements Haut-Rhin der Nachrichtenagentur AFP mit. Abgesehen vom Fahrer habe niemand Verletzungen erlitten. Nach Angaben aus Polizeikreisen wurde der Verdächtige sofort festgenommen.     Staatsanwältin Catherine Sorita-Minard sagte, der Mann habe sich selbst mit einer Stichwaffe verletzt. Er sei ins Krankenhaus gebracht worden und müsse operiert werden. Ein Psychiater werde den Mann so schnell wie möglich untersuchen, da er anscheinend unter psychischen Problemen leide.

Nachrichten von Samstag, den 21. September

+++ 19.21 Uhr: Mehrere Erdbeben erschüttert Albanien – Dutzende Verletzte +++

Mehrere Erdbeben haben den Balkanstaat Albanien erschüttert. Nach Medienberichten wurden Dutzende Menschen verletzt. Das heftigste Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 5,6 und ereignete sich kurz nach 16 Uhr (MESZ). Das Zentrum des Bebens lag demnach sechs Kilometer nördlich der Hafenstadt Durrës in einer Tiefe von zehn Kilometern. Wenige Minuten später kam es laut USGS in derselben Region, die westlich der albanischen Hauptstadt Tirana liegt, zu einem weiteren Beben der Stärke 5,1. Gegen 18.10 Uhr folgte den Angaben zufolge ein Beben der Stärke 4,7. Das albanische Gesundheitsministerium meldete zunächst 68 Verletzte, von denen 21 stationär behandelt würden. Die meisten seien mit leichten Verletzungen davongekommen. Medien zufolge lösten die starken Beben Panik in Tirana und Durrës aus. Die Erdstöße waren auch in den Nachbarländern Montenegro und Nordmazedonien zu spüren, wie es in Medienberichten aus den beiden Ländern hieß.

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+++ 18.44 Uhr: FPÖ-Chef schmeißt Chef von Landesfraktion aus der Partei wegen Facbook-Post +++

Eine Woche vor der Nationalratswahl in Österreich hat der neue FPÖ-Chef Norbert Hofer die Parteimitgliedschaft des Landesfraktionschefs von Niederösterreich, Martin Huber, suspendiert. Grund sei ein fünf Jahre alter Facebook-Post am Tag von Adolf Hitlers Geburtstag, teilte Hofer mit. Huber habe am 20. April 2014 via Facebook all jenen gratuliert, die an diesem Tag Geburtstag haben. “Eine Recherche ergab, dass Huber an keinem anderen Tag Geburtstagswünsche ausgesprochen hatte”, teilte Hofer mit. Hofer war vor einer Woche auf einem Parteitag zum neuen FPÖ-Chef gewählt worden. Dort erhielt er auch ein Durchgriffsrecht bei Parteiausschlüssen, mit dem er gegen Vorfälle am rechten Rand der Partei vorgehen will. Kritiker sahen darin aber in erster Linie eine Machtkonzentration beim Parteivorsitzenden. Das Durchgriffsrecht hat Hofer nun eine Woche nach seiner Wahl erstmals angewandt.

+++ 17.12 Uhr: Neun Tote nach schwerem Verkehrsunfall in der Ukraine +++

Mindestens neun Menschen sind bei der Kollision eines Kleinbusses mit einem Lastwagen in der Nähe der ukrainischen Hafenstadt Odessa ums Leben gekommen. Der Bus stieß auf dem Weg in die Stadt mit dem entgegenkommenden Lastwagen zusammen, wie die ukrainischen Behörden mitteilten. Vier Menschen überlebten den Unfall mit schweren Verletzungen. Sie kamen in ein Krankenhaus. Der Bus war nach ersten Erkenntnissen überfüllt. Auf Bildern waren die völlig zerstörten Wracks zu sehen. Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, war zunächst unklar. Ermittelt wird wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften im Straßenverkehr.

+++ 15.57 Uhr: Ausschreitungen am Rande von Klima-Demonstration in Paris +++

Am Rande einer Demonstration für mehr Klimaschutz ist es in der französischen Hauptstadt Paris zu Ausschreitungen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, setzten Sicherheitskräfte daraufhin in der südlichen Innenstadt Tränengas ein. Die Polizei forderte friedliche Demonstranten auf, sich beim “Marsch für das Klima” von gewalttätigen Gruppen zu distanzieren. 

Bei einem separaten Protest von Anhängern der “Gelbwesten”-Bewegung setzte die Polizei in der Nähe der Prachtstraße Champs-Élysées im Westen der Innenstadt ebenfalls Tränengas ein, wie französische Medien berichteten. Der Polizei zufolge wurden bei Kontrollen mindestens 123 Menschen vorläufig festgenommen. Auf dem kilometerlangen Boulevard gilt ein Demonstrationsverbot. Die Polizei setzte nach früheren Angaben über 7000 Beamte ein. 

+++ 15.22 Uhr: Mediziner: Acht Tote und mehr als 900 Verletzte durch E-Zigaretten +++

Die Zahl der Toten durch E-Zigaretten in den USA ist auf acht gestiegen. Die zuständige Gesundheitsbehörde bestätigte den ersten Todesfall im Bundesstaat Missouri. Es habe sich um einen Mann in seinen 40ern gehandelt – national ist es der achte Tote. Angesichts Hunderter schwerer Lungenverletzungen durch E-Zigaretten sprechen zwei US-Experten von einer Gesundheitsgefahr epidemischen Ausmaßes.

Bis Freitag seien in den USA und auf den Jungferninseln mehr als 900 Fälle von schweren Lungenerkrankungen, die mit Dampfen zusammenhängen, aufgetreten, schreiben Yulin Hswen und John Brownstein vom Boston Children’s Hospital im renommierten “New England Journal of Medicine”. Knapp 500 davon seien bestätigt, bei den übrigen handele es sich um Verdachtsfälle. Acht Menschen seien bis Freitag an Lungenschäden gestorben, schreiben die Autoren.

Die Ursache für die Lungenschäden ist noch immer unklar. Möglich seien etwa Aromastoffe in den Flüssigkeiten, das Vermischen mit Ölen, die den Cannabis-Wirkstoff THC oder Vitamin E enthalten, oder aber Schwarzmarktprodukte, schreiben die beiden Epidemiologen. Zu den Symptomen zählen demnach Kurzatmigkeit, Husten, Brustschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen.

+++ 14.04 Uhr: Nur hundert statt zwei Millionen Alien-Jäger bei “Sturm” auf US-Basis “Area 51” +++

 Statt der befürchteten zwei Millionen sind nur rund hundert Menschen einem Aufruf zum “Sturm” der US-Militärbasis “Area 51” in Nevada gefolgt, um die sich schauerliche Geschichten von dort festgehaltenen Außerirdischen ranken. Mehrere dutzend Alien-Jäger folgten aeinem ursprünglich aus Spaß auf Facebook verbreiteten Aufruf, der dann rasant millionenfache Verbreitung fand. Am Ende war befürchtet worden, dass bis zu zwei Millionen Menschen das US-Militärgelände stürmen könnten.

+++ 12.22 Uhr: Brandenburger SPD-Politiker: Geywitz nicht die Richtige für Vorsitz +++

Die Brandenburger SPD-Politikerin Klara Geywitz hat aus dem eigenen Landesvorstand heftige Kritik zu ihrer Bewerbung für den Bundesvorsitz bekommen: Schatzmeister Harald Sempf sprach ihr die Eignung ab. “Für die erste Reihe der Partei, und dann noch im Duo mit Olaf Scholz, ist sie nicht die Richtige”, sagte Sempf dem “Spiegel”. Wenn er Minister wäre, würde er sie aber zur Staatssekretärin machen und könne sich keine bessere vorstellen.

Geywitz sei zwar ein politisches Talent und eine klar denkende Analytikerin, sagte Sempf. Aber: “Diese Herzenswärme, die ihr zugeschrieben wird, woher die kommen soll, ist mir ein Rätsel.” Die SPD brauche Politiker mit Wärme. “Aber Klara Geywitz könnte von der zwischenmenschlichen Wärme her auch eine 10.000er-Geflügelfarm leiten.”

+++ 12.07 Uhr: Wieder zwei Schläge: Oktoberfest eröffnet +++

Erneut mit zwei Schlägen hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Bier auf der Wiesn angezapft und das 186. Oktoberfest eröffnet. Die erste Maß Bier reichte er Ministerpräsident Markus Söder (CSU), um mit ihm auf eine friedliche Wiesn anzustoßen. Zum größten Volksfest der Welt werden bis zum 6. Oktober rund sechs Millionen Menschen erwartet.

Oktoberfest: O'zapft is! Münchner OB braucht zwei Schläge – Söder irritiert mit Vergleich zur Klimapolitik

+++ 11.58 Uhr: “Gelbwesten”-Protest in Paris. Erste Festnahmen +++

In Paris haben sich Hunderte Anhänger der Protestbewegung “Gelbwesten” versammelt. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, sind bei Kontrollen mindestens 30 Menschen vorläufig festgenommen worden. Die Polizei teilte via Twitter mit, sie wache über die Einhaltung des Demonstrationsverbots auf der Prachtstraße Champs-Élysées. Die Sicherheitskräfte hätten zudem eine Versammlung in der Innenstadt verhindert.   

In der Hauptstadt herrschte Nervosität, denn es waren auch separate Proteste für den Klimaschutz und gegen die Rentenreform der Mitte-Regierung angekündigt. Die Polizei setzt nach früheren Angaben über 7000 Beamte ein. 

+++ 11.16 Uhr: Vor dem Anstich: Bierzelte wegen Überfüllung geschlossen +++

Schon vor dem offiziellen Start des Münchner Oktoberfests sind am Vormittag die ersten Bierzelte wegen Überfüllung geschlossen worden. Gegen 11.00 Uhr ging unter anderem am Schottenhamel-Zelt nichts mehr: Ordner ließen keine Gäste ohne Reservierung mehr ein. 

186. Oktoberfest: Der Bierpreis bricht Rekorde: So viel kostet die Wiesnbesucher eine Maß

+++ 10.51 Uhr: Überschwemmungen in Texas: Mindestens fünf Tote +++

Schwere Überschwemmungen im US-Bundesstaat Texas haben Medienberichten zufolge mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. In der Umgebung der Großstadt Houston sowie in der Stadt Beaumont im Jefferson County seien drei Männer in ihren Autos von den Wassermassen überrascht worden und ertrunken, berichtete der Sender NBC am Abend unter Berufung auf die Polizei. Zudem sei ein 19-Jähriger durch einen Stromschlag gestorben, als er versucht habe, ein Pferd in Sicherheit zu bringen. Ein weiterer Mann sei ertrunken in einem Graben gefunden worden. Verursacht wurden die Überflutungen von Tropensturm “Imelda”, der Teile von Texas mit heftigem Wind und starken Regenfällen getroffen hatte.

+++ 10.37 Uhr: Malta rettet zahlreiche Migranten aus Seenot +++

Kurz vor einem EU-Treffen zur Verteilung von Bootsflüchtlingen auf Malta hat der Inselstaat mehr als 200 Migranten aus Seenot gerettet. Insgesamt seien in der Nacht 262 Menschen von verschiedenen Booten aufgenommen worden, teilte das Militär mit. 

Darunter waren auch die 35 Menschen an Bord des Rettungsschiffs “Ocean Viking”, die in maltesischen Gewässern aufgenommen und von einem Armeeboot übernommen wurden. Das Schiff von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen wartet nun aber immer noch mit mehr als 180 Migranten auf einen sicheren Hafen.  

+++ 10.24 Uhr: Belgischer Kindermörder Dutroux will Freiheit +++

Der belgische Kindermörder Marc Dutroux unternimmt nach 23 Jahren im Gefängnis einen weiteren Versuch, vorzeitig aus der Haft entlassen zu werden. Ein Brüsseler Gericht werde sich am 17. Oktober mit dem Antrag des heute 62-Jährigen befassen, berichtete die belgische Tageszeitung “Het Laatste Nieuws” ohne Angabe von Quellen. 

Dutroux hatte in den 90er Jahren sechs Mädchen entführt, gefoltert und vergewaltigt. Vier Opfer hat er getötet. Seit 1996 ist er in Haft, 2004 wurde er zu Lebenslang verurteilt. 

Marc Dutroux

Marc Dutroux vor der Urteilsverkündung 2004

Eine lebenslange Haft beträgt in Belgien in der Regel 30 Jahre. Eine vorzeitige Entlassung ist möglich, wenn Verurteilte mindestens zwei Drittel ihrer Strafe verbüßt haben.  

Marc Dutroux

Marc Dutroux vor der Urteilsverkündung 2004

+++ 9.34 Uhr: “Spiegel”: Staatsanwaltschaft weitet Ermittlungen in Bremer Bamf-Affäre aus +++

Im Verfahren um mutmaßlichen Asylmissbrauch in der Bremer Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat die Staatsanwaltschaft nach “Spiegel”-Informationen die Ermittlungen ausgeweitet. Im Visier der Ermittler stehen demnach inzwischen sieben ehemalige Mitarbeiter der früheren Leiterin der Bremer Außenstelle sowie ein früherer Vorgesetzter in der Nürnberger Bamf-Zentrale. Ermittlungen seien zudem gegen eine Bremer Rechtsanwältin eingeleitet worden, die ebenfalls Asylanträge für ihre Mandanten in Bremen gestellt haben soll.

Das Magazin beruft sich in seinem Bericht auf die 265 Seiten lange Anklageschrift gegen die frühere Leiterin der Bremer Bamf-Außenstelle und zwei Rechtsanwälte. Die Staatsanwaltschaft Bremen hatte am Donnerstag  bekannt gemacht, dass sie gegen die Drei Anklage erhoben habe. Sie stehen im Verdacht, Mandanten der beiden Juristen systematisch vor einer Abschiebung bewahrt oder im Rahmen der Bearbeitung sogenannter Asylfolgeanträge auf andere Weise Vorteile verschafft zu haben.  Insgesamt geht es um 121 Straftaten zwischen 2014 und 2018.

+++ 4.54 Uhr: Warten auf die Wiesn +++

Stunden vor dem Beginn des Oktoberfests haben sich am frühen Morgen die ersten Gäste an den Eingängen postiert. Mit Bier und Brotzeit warteten die ersten schon im Morgengrauen auf die Öffnung des Festgeländes um 9.00 Uhr, um einen besonders guten Platz im Festzelt zu ergattern. Auch wenn das geschafft ist, müssen sie weitere drei Stunden ausharren, bis sie das erste offizielle Wiesnbier bekommen. Erst um Punkt 12.00 Uhr zapft Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Bier an und eröffnet damit das größte Volksfest der Welt. Und erst dann gibt’s Bier für alle. 

+++ 3.31 Uhr: Malta startet unabhängige Untersuchung zum Mordfall Caruana Galizia +++

Zwei Jahre nach der Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia hat die Regierung in Malta eine unabhängige Untersuchung des Falls angeordnet. Regierungschef Joseph Muscat beauftragte den pensionierten Richter Michael Mallia damit, die Hintergründe des bis heute nicht aufgeklärten Mordes zu ermitteln. Er beugte sich damit der Forderung des Europarates, welcher der Regierung in Valletta im Juni eine Drei-Monats-Frist für den Beginn solcher Ermittlungen gesetzt hatte.

+++ 2.45 Uhr: Krise mit dem Iran: USA verlegen weitere Truppen in die Region +++ 

Im Konflikt mit dem Iran verlegen die USA nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen weitere Truppen in den Nahen Osten. “Der Präsident hat den Einsatz von US-Truppen genehmigt, die defensiver Natur sein werden”, sagte Verteidigungsminister Mark Esper im Pentagon.

+++ 2.42 Uhr: Minister Spahn: Neues Versorgungsangebot für psychisch Schwerkranke +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat ein besseres Versorgungsangebot für psychisch schwerkranke Patienten angekündigt. “Dafür werden Netzwerke aufgebaut, die sie auffangen und ihnen durchs System helfen”, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (u.a. “Berliner Morgenpost”). In diesen Netzen sollen Psychotherapeuten, Psychiater, Hausärzte und andere beteiligte Berufsgruppen zusammenwirken. Geplant ist, dass betroffenen Patienten über die ärztlichen Terminservicestellen Therapieplätze vermittelt werden, hieß es. Dazu soll es feste Kontingente im Rahmen der neuen vernetzten Versorgung geben. Ärzte und Therapeuten, die sich beteiligen, bekommen eine gesonderte Vergütung.

+++ 2.38 Uhr: US-Atomkraftwerk Three Mile Island hat seinen Betrieb eingestellt +++

Das US-Atomkraftwerk Three Mile Island in Pennsylvania, in dem sich vor 40 Jahren der schlimmste Reaktorunfall in der Geschichte der USA ereignet hat, hat am Freitag endgültig seinen Betrieb eingestellt. Der 1974 hochgefahrene Reaktor 1 wurde am Mittag abgeschaltet, wie der Betreiber Exelon mitteilte. In den kommenden Wochen sollen nun die Brennelemente in Abklingbecken gelagert werden. Danach wird die Anlage am Fluss Susquehanna rund 150 Kilometer von Philadelphia entfernt nach und nach abgebaut.

Super-GAU von 1986: Tschernobyl-Pilot kehrt an Unglücksort zurück: "Ich wusste, dass es gefährlich ist"

+++ 0.48 Uhr: Landesweite Kundgebungen in Spanien prangern Gewalt gegen Frauen an  +++

In Spanien haben landesweit tausende Demonstranten die grassierende Gewalt gegen Frauen angeprangert. In der Hauptstadt Madrid sowie zahlreichen weiteren Städten des Landes fanden am Freitag Kundgebungen mit tausenden Teilnehmern statt. Die Demonstranten, überwiegend Frauen, skandierten “Sie töten uns” und hielten Spruchbänder hoch mit Aufschriften wie “Das Leben der Frauen zählt”. Mehrere Vergewaltigungsfälle und eine wachsende Zahl von Frauen, die in Spanien Opfer häuslicher Gewalt werden, haben die Öffentlichkeit alarmiert. “Dieser Sommer war barbarisch”, sagte die Sprecherin der Organisation Weibliche Not, Covadonga Peremarch, dem Radiosender Cadena Ser. Die Gewaltstatistiken seien erschreckend. Seit Jahresbeginn wurden in Spanien 42 Frauen von ihren Männern ermordet, allein 19 während des Sommers.

+++ 0.46 Uhr: Trotz Bomben und Taliban: Klimademo auch in Kabul +++

An den weltweiten Demonstrationen gegen die Erderwärmung haben sich am Freitag sogar Jugendliche in der von fast täglichen Terroranschlägen heimgesuchten afghanischen Hauptstadt Kabul beteiligt. Mehrere Dutzend junge Leute demonstrierten mit Plakaten, auf denen unter anderem stand: “Bestreitet nicht länger, dass unser Planet stirbt” und “Kleine Hände können die Welt verändern”, andere forderten, die Waffen niederzulegen und aufs Fahrrad umzusteigen. Der kleine Demonstrationszug wurde von Soldaten mit Schnellfeuergewehren geschützt. 

Die Menschen in Kabul leiden nicht nur unter den ständigen Terroranschlägen mit Hunderten Toten und Verletzten. Die Stadt erstickt auch am Smog, vor allem wegen der vielen Kohleöfen. Arme Menschen heizen zudem mit Plastikmüll. Der gefährliche Feinstaub übersteigt die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesetzten Werte um ein Vielfaches. 

+++ 0:46 Uhr: Vier Tote und Verletzte bei Busunglück im US-Bundesstaat Utah +++

Bei einem Busunglück im US-Bundesstaat Utah sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und mehrere Personen schwer verletzt worden. Es seien mehrere Rettungshubschrauber und Rettungswagen im Einsatz, erklärte die Polizei über Twitter. Zwischen 12 und 15 Personen hätten “sehr schwere Verletzungen”. 

Der Unglücksort liegt demnach in der Nähe des bei Urlaubern beliebten Nationalparks Bryce Canyon im Süden Utahs. Der Polizei zufolge waren chinesischsprachige Touristen mit dem verunglückten Bus unterwegs. Örtliche Medien berichteten, insgesamt seien 30 Menschen an Bord des Busses gewesen. Die Unfallursache war zunächst unklar.

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