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Deutschland besiegt Weißrussland und qualifiziert sich für die EM

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Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat sich für die EM 2020 qualifiziert. Das DFB-Team gewann in Mönchengladbach 4:0 (1:0) gegen Weißrussland. Einen Spieltag vor Ende der Qualifikation ist es in der Gruppe C nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen. Das liegt auch daran, dass Nordirland im Parallelspiel nicht gegen die Niederlande gewinnen konnte (0:0).

Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach erzielte in seinem Heimstadion das 1:0 – und das per Hackentrick (41. Minute). Der sehenswerte Treffer war zugleich der erste überhaupt für Ginter in der Nationalelf. Das 2:0 erzielte Leon Goretzka (49.), Toni Kroos (55./83.) sorgte mit zwei Treffern für den Endstand. DFB-Keeper Manuel Neuer parierte zudem einen Foulelfmeter von Igor Stasevich (75.).

Nur einmal drohte die Partie zu kippen

Das deutsche Team war drückend überlegen, trotzdem drohte die Partie einmal zu kippen. In der 40. Minute kam Weißrusslands Stasevich von halblinks zum Schuss, doch Torhüter Neuer parierte. Eine Minute später fiel das 1:0, als Ginter nach starker Vorarbeit von Serge Gnabry den Ball aus kurzer Distanz via Hacke ins Tor brachte. Allerdings hätte der Treffer nicht zählen dürfen, Ginter stand im Abseits, was das Schiedsrichtergespann aber übersah. Einen Videoschiedsrichter gibt es in der EM-Qualifikation nicht.

Hin und her ging es nur in diesen Momenten zwischen der 40. und 41. Minute; ansonsten spielte vor allem das DFB-Team nach vorne. Gegen Weißrussland, die Nummer 86 der Fifa-Weltrangliste, erreichte die Mannschaft 76 Prozent Ballbesitz, sie kam auch zu etlichen Abschlüssen. Nur: Diese kamen in der Regel von außerhalb des Strafraums, herausgespielte Großchancen blieben meist aus. Von den 31 Schüssen, die die Gastgeber abgaben, kamen nur zehn auf das weißrussische Tor.

Eine Standardsituation brachte den zweiten Treffer. Kroos flankte nicht etwa hoch in den Strafraum, er passte ihn flach in die Mitte, wo Ginter passieren ließ und Goretzka den Ball direkt flach ins lange Eck schoss.

Zu den Gewinnern gehört auch Manuel Neuer

Kurz darauf legte Ginter am Strafraumrand für Kroos auf, der das dritte Tor erzielte. Diesem 3:0 ging eine der zahlreichen Balleroberungen im Gegenpressing voraus, das beim DFB-Team sehr gut funktionierte: Immer wieder gewann die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw prompt zurück, wenn sie ihn verloren hatte. Das vierte Tor erzielte Kroos auf spektakuläre Weise: Einen Pass von Ilkay Gündogan behauptete er technisch anspruchsvoll, ehe er sich vor das Tor trickste und überlegt abschloss.

Zu den Gewinnern der Partie gehörte neben Ginter und Kroos auch Neuer. Der konnte nicht nur in der 40. Minute glänzen, sondern hielt auch noch einen von Freiburgs Robin Koch verursachten Strafstoß, erneut gegen Stasevich. Und das, obwohl der Schuss sehr platziert kam.

Am Dienstag trifft Deutschland zum Abschluss der Qualifikation in Frankfurt auf Nordirland (20.45 Uhr; TV: RTL; Liveticker SPIEGEL ONLINE). Dann soll Neuer-Konkurrent Marc-André ter Stegen im Tor stehen. Mit einem Sieg kann sich das Team den Gruppensieg vor den Niederlanden sichern, die zeitgleich auf Estland treffen.

Deutschland – Weißrussland 4:0 (1:0)
1:0 Ginter (41.)
2:0 Goretzka (49.)
3:0 Kroos (55.)
4:0 Kroos (83.)
Deutschland: Neuer – Klostermann, Ginter, Koch, Schulz – Kimmich, Kroos – Goretzka, Gündogan, Gnabry (84. Waldschmidt/90.+1 Rudy) – Werner (68. Brandt)
Weißrussland: Gutor – Matveychik, Martynovich, Naumov, Polyakov – Kovalev (78. Skavysh), Dragun, Maevski, Nekhajchik (84. Bessmertny) – Stasevich, Laptev (68. Lisakovich)
Schiedsrichter: Orel Grinfeld (Israel)
Gelbe Karten: Koch / –
Besondere Vorkommnisse: Neuer hält Elfmeter von Stasevich (75.)
Zuschauer: 33.164

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