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Chemnitz: Rollstuhlfahrer aus Libyen zusammengeschlagen und rassistisch beleidigt

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Panorama Tatverdächtiger gefasst

Rollstuhlfahrer aus Libyen in Chemnitz attackiert

| Lesedauer: 2 Minuten

Ein 31-Jähriger wird von einem Mann in Chemnitz rassistisch beleidigt und aus seinem Rollstuhl gestoßen. Der Tatverdächtige ist der Polizei wegen rechtsmotivierter Straftaten und Körperverletzungsdelikten bekannt.

Ein 31-jähriger Rollstuhlfahrer aus Libyen ist in Chemnitz von einem mutmaßlichen Rechtsradikalen geschlagen und rassistisch beleidigt worden. Der 22-jährige Tatverdächtige hat den Mann nach ersten Ermittlungen in der Nacht zum Sonntag aus dem Rollstuhl gestoßen und attackiert, wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte. Der genaue Tathergang werde aber noch ermittelt. Über den Fall hatte die Polizei bereits am Sonntag berichtet, allerdings ohne anzugeben, dass es sich bei dem Opfer um einen Rollstuhlfahrer aus Libyen handelte. Darüber hatte die „Bild“-Zeitung am Montag berichtet.

Der Polizeisprecher gab an, für die Ermittler habe sich erst am Montag „ein klareres Bild der Tat ergeben“. Zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte des Geschädigten und der möglichen psychischen Belastungen für das Opfer sei zu prüfen gewesen, ob der Übergriff aufgrund des Handicaps oder eher wegen der ausländischen Herkunft des Manns geschehen sei. Die Ermittler gehen demnach inzwischen klar von einem ausländerfeindlichen Motiv aus.

Der Tatverdächtige, der nahe dem Tatort gestellt wurde, ist der Polizei wegen rechtsmotivierter Straftaten und Körperverletzungsdelikten bekannt. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

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Der Rollstuhlfahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Eine 29-Jährige hatte die Auseinandersetzung gehört und die Polizei gerufen. Das Dezernat Staatsschutz der Chemnitzer Polizei führt die Ermittlungen in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

Beschimpft und mit der Faust ins Gesicht geschlagen

Der „Bild“-Zeitung sagte das Opfer, mehrere Männer seien auf ihn zugekommen und hätten ihn als „Scheiß-Araber“ beschimpft. Kurz darauf habe einer ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. „Immer wieder, bis ich aus dem Rollstuhl fiel“, sagte der Libyer. „Als ich am Boden lag, hat er weiter mit den Füßen auf mich eingetreten.“

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