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Pflege im Alter – Das sind Ihre Rechte – Gesundheit

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Auch unabhängig von ausländischen Pflegekräften ist die Betreuung von Angehörigen und Freunden kein einfaches Thema. Um Ihnen den Durchblick im Dschungel der Rechtsfragen zu ermöglichen, hat BILD eine Reihe von neuen Ratgeber-Büchern, „BILD Pflege-Ratgeber“, 496 Seiten, 5,99 Euro, exklusiv bei Lidl, herausgegeben.

In unserem Pflege-Ratgeber beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Was sind die ersten Schritte zur Pflegeversorgung?

Oft erfahren Patienten im Krankenhaus (z. B. nach einem Schlaganfall), dass sie sich nicht mehr alleine versorgen können. In diesen Fällen ist der Sozialdienst des Krankenhauses der erste Ansprechpartner.


Wenn ein Betroffener zu Hause ist und merkt, dass er Hilfe benötigt, ist die Pflegekasse (Krankenkasse) die Anlaufstelle. Bei ihr muss auch der Antrag auf Pflegeleistungen gestellt werden.

Wenn Sie berufstätiger Angehöriger sind, lassen Sie sich für bis zu zehn Tage von der Arbeit freistellen, um die Angelegenheiten Ihrer Angehörigen zu klären. Das ist Ihr Recht!

Was prüft der Gutachter?

Wer einen Antrag auf Pflegeleistungen gestellt hat, bekommt Besuch von einem Gutachter des Medizinischen Dienstes. Er prüft, ob eine Pflegebedürftigkeit vorliegt. Dabei geht es immer um die Selbstständigkeit der betreffenden Person in diesen Bereichen:

► Mobilität:
Kann sich der Antragsteller z. B. in seiner Wohnung sicher bewegen, kann er sich auf einem Sessel aufrecht halten;

► Kommunikative Fähigkeiten:
Erkennt der Betroffene Personen aus seinem Umfeld, hat er die Fähigkeit, Alltagshandlungen (z. B. Kaffee kochen, Tisch decken) zu erledigen;

► Verhaltensweisen und psychische Probleme:
Gemeint ist nächtliches Umherirren, Aggressionen, Ängste oder Antriebslosigkeit;

► Selbstversorgung:
Hier geht es um Themen der Grundpflege, z. B. Waschen, Ankleiden, Toilettengang;

► Medizin:
Gemeint sind ärztlich verordnete Maßnahmen, wie Medikamenten-Einnahme, Spritzen, Katheter-Setzen.


„BILD Pflege-Ratgeber“, 496 Seiten, 5,99 Euro, exklusiv bei Lidl
„BILD Pflege-Ratgeber“, 496 Seiten, 5,99 Euro, exklusiv bei LidlFoto: BILD

Wie bereite ich mich auf den Gutachter-Termin vor?


Stimmen Sie erst einem Termin zu, wenn sie gut vorbereitet sind.


Dazu zählt:
Notieren Sie in einem Pflege-Tagebuch über mindestens eine Woche, was im Haushalt des Pflegebedürftigen gemacht wird, wie häufig geholfen wird, welche Probleme es konkret gibt.

Halten Sie alle Hilfsmittel bereit, die vorhanden sind, z. B. Rollator, Brille, Hörgerät, Rollstuhl.

Beschaffen Sie alle medizinischen Dokumente zu den Erkrankungen (z. B. Arztberichte, Liste der Therapien, Schwerbehindertenausweis, Medikamentenplan).

Wichtig: Der Antragsteller sollte bei der Begutachtung nicht alleine sein und einen authentischen Eindruck vermitteln, nichts vorspielen, aber auch nicht so tun, als ob ihm alles noch leichtfällt.

Welche Pflegegrade und Leistungen gibt es?

► Pflegegrad 1: geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten;

Das gibt es: Hilfsmittel zur Pflege (z. B. Einmal-Handschuhe, Windeln) und bis zu 4000 Euro Zuschuss für den barrierefreien Umbau der Wohnung.

► Pflegegrad 2: erhebliche Beeinträchtigungen;

Das gibt es: bei ambulanter Pflege zu Hause 316 Euro Zuschuss (Pflegegeld), mit Unterstützung eine professionellen Pflegedienstes bis zu 689 Euro. Im Heim: 770 Euro.

► Pflegegrad 3: schwere Beeinträchtigungen;

Das gibt es: ambulant 545 Euro Zuschuss, mit Pflegedienst bis 1298 Euro. Im Heim: 1262 Euro.

► Pflegegrad 4: schwerste Beeinträchtigungen;

Das gibt es: ambulant: 728 Euro Zuschuss, mit Pflegedienst bis 1612 Euro. Im Heim: 1775 Euro.

► Pflegegrad 5: schwerste Beeinträchtigungen mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung;

Das gibt es: ambulant 901 Euro Zuschuss, mit Pflegedienst bis 1995 Euro. Heim: 2005 Euro.

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