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Gesundheit

Frau hätte fast ihren Arm verloren • HealthNews

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In den USA erlitt eine Frau eine Infektion mit „fleischfressenden“ Bakterien und musste mehrmals operiert werden, damit die zerstörten Gewebestücke an ihren Händen entfernt werden konnten. Die Amerikanerin hatte noch Glück, denn es hätte tatsächlich soweit kommen können, dass ihr ganze Finger oder sogar der gesamte Arm hätten abgenommen werden müssen. Ihrer Ansicht nach hat sie sich in einem Nagelstudio mit den Bakterien infiziert.

Gefährliche Infektion

Die Amerikanerin Jayne Sharpe aus Knoxville, Tennessee, sagt aus, nach einem Besuch im örtlichen Nagelstudio fast einen Arm verloren zu haben. Dort hat sie sich Angaben zufolge mit einem fleischfressenden Bakterium infiziert, sodass mehrere Operationen nötig waren, um die großen toten Gewebestücke aus ihrer Hand zu entfernen. Die ersten Symptome zeigten sich vor ein paar Monaten, nachdem sie sich bei der Maniküre im Nagelstudio einen Schnitt am rechten Daumen zugezogen hatte.
Einem Report des Fernsehsenders „Fox News“ zufolge sagte die Frau, dass sie der Schnitt im ortsansässigen Nagelstudio passiert sei, sie sich aber nicht weiter darum gekümmert und gleich wieder ihrem Handy gewidmet hat. Nach einiger Zeit begann der Daumen dann jedoch zu pochen und sie fühlte sich zunehmend krank, sodass sie in der Nacht kaum schlafen konnte. Am Morgen darauf fuhr sie zur fachübergreifenden Arztpraxis Summit Medical in Knoxville, da sie vermutete an einer Grippe erkrankt zu sein. Dort wurde jedoch festgestellt, dass es sich um keine Influenza handelte. Stattdessen wurde eine extrem starke Schwellung am Daumen der Patientin erkannt. Sharpe wurde angewiesen, die Wunde zu beobachte, insbesondere ob sie sich verschlimmert. Als die Patientin später anrief und berichtete, dass sich die Schwellung auf ihren Arm ausgebreitet und sich roter Ausschlag entwickelt hatte, wurde sie aufgefordert sich direkt am nächsten Tag in die Notaufnahme zu begeben. Dr. Udit Chaudhuri, Internist bei Summit Medical Group und behandelnder Arzt von Jayne Sharp, gab an, dass die Patientin tatsächlich ihre Finger oder ihren ganzen Arm verlieren hätte können, wenn sie nicht umgehend korrekt diagnostiziert worden wäre. Der Arzt stellte eine „nekrotisierende Fasziitis“ fest, eine Infektion mit gefährlichen Bakterien.

Tödliche Bakterien

Laut dem Britischen National Health Service (NHS) ist eine nekrotisierende Fasziitis zwar selten, aber sehr ernst. Die schwerwiegende bakterielle Infektion beeinträchtigt das Gewebe unter der Haut, sowie die umliegenden Organe und Muskeln (Faszien). Eine Erkrankung beginnt meist mit unspezifischen Beschwerden wie lokalen Schmerzen und Fieber, innerhalb weniger Tage entsteht dann aber eine Schwellung der betroffenen Areale. Dabei färbt sich die Haut über dem Infektionsherd erst rot-bläulich, später grau-bläulich. Umgangssprachlich wird sie „fleischfressende Krankheit“ genannt, die Bakterien fressen das Fleisch jedoch nicht, sondern setzen Giftstoffe frei, die das umliegende Gewebe zerstören. Nekrotisierende Fasziitis kann bereits durch eine kleine Verletzung, wie dem Schnitt bei Jayne Sharp, entstehen und lebensgefährlich werden, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird.

Diabetiker sind Risikogruppe

Sharp leidet an Diabetes, wodurch sie anfälliger für die Infektion ist. Der Patientin zufolge kehrte das Gefühl in die betroffene Hand langsam zurück, ihr Leben habe sich durch diese Erfahrung aber stark verändert.
Der Manager des beschuldigten Nagelstudios hat dem Bericht zufolge einige Tage nach Sharps Meldung eine staatliche Inspektion durchführen lassen. Laut seiner Äußerung wird jegliches Werkzeug des Unternehmens stets nach den gesetzlichen Vorschriften gereinigt.

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