Bolton schied nach Differenzen mit Trump in der vergangenen Woche aus der Regierung aus. Bolton vertrat unter anderem in der Politik gegenüber dem Iran und Nordkorea eine deutlich härtere Linie als der Präsident.

Der Jurist O’Brien wird der vierte Nationale Sicherheitsberater in Trumps Amtszeit. Im Außenministerium hat er bereits eine lange Karriere hinter sich. Unter den Präsidenten George W. Bush und Barack Obama war er in der Führungsebene einer Organisation unter dem Dach des Außenministeriums, die sich mit Beteiligung des Privatsektors für eine Justizreform in Afghanistan einsetzte. Von 2008 bis 2011 war er Mitglied einer Beraterkommission der Regierung zum Schmuggel von Antiquitäten. Zuvor hatte ihn 2005 bereits Bush als US-Gesandten zur Vollversammlung nominiert.

O’Brien war im Sommer einem breiteren Publikum bekannt geworden, weil Trump ihn zur Beobachtung eines Verfahrens gegen den amerikanischen Rapper Asap Rocky nach Schweden schickte. Der Einsatz O’Briens hatte für Erstaunen gesorgt, da der Musiker wegen Körperverletzung angeklagt wurde und zeitweise inhaftiert war – sich aber keineswegs in einer Geiselsituation befand.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 18. September 2019 um 16:15 Uhr.