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Mount Everest: 300 Touristen sitzen in einem Himalaya-Dorf fest – News Ausland

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Kathmandu – Sie suchten die außergewöhnliche Erfahrung, jetzt wird das Erlebnis zur extremen Geduldsprobe. Mehr als 300 Touristen sitzen seit fünf Tagen in einem kleinen Dorf in der Nähe des Mount Everest fest!

The Himalayan

Ob unter den gestrandeten Trekking-Touristen auch Deutsche sind, konnte die nepalesische Tourismusbehörde zunächst nicht sagen. „Von uns ist derzeit niemand in der Gegend“, sagte ein Sprecher des deutschen Reiseveranstalters „Himalaya Fair Trekking“ zu BILD.

Die Hauptreisezeit beginne erst Ende September, Anfang Oktober. Wer um diese Jahreszeit ins Himalaya-Gebirge aufbricht, der will maximal bis zum Basislager auf circa 5000 Meter Höhe, so der Sprecher. Für Gipfel-Touristen besteht nur ein relativ kleines Zeitfenster Ende Mai, wenn die Wetterbedingungen einen Aufstieg wahrscheinlicher werden lassen.


Mount-Everest-Touristen stehen im Mai 2019 Schlange vor dem Gipfel
Mount-Everest-Touristen stehen im Mai 2019 Schlange vor dem GipfelFoto: Nirmal Purja / dpa

Im Mai 2019 sorgte ein Foto vom Mount Everest für weltweites Aufsehen. Die Aufnahme zeigt Hunderte Bergsteiger, wie an der Supermarktkasse aufgereiht, nur um für einige Minuten auf dem Gipfel zu stehen.

Das Foto schoss Bergsteiger Nirmal Purja Magar (35). Es habe eine aggressive Stimmung geherrscht, sagte er zu BILD, „weil jeder schnell nach oben wollte“. Kein Wunder: Je länger man sich auf dem Dach der Welt aufhält, desto größer ist die Gefahr, in der sauerstoffarmen Luft zu sterben.

Gefährlich ist aber auch die Anfahrt: Der Tenzing-Hillary-Airport in Lukla liegt auf einer Höhe von 2800 Metern und gilt als einer der gefährlichsten der Welt. Den Flugzeugen stehen lediglich rund 500 Meter Start- und Landebahn zur Verfügung, die Piste liegt zudem an einem steilen Abhang. Erst im April war ein Kleinflugzeug der Gesellschaft Simrik Air beim Start in einen parkenden Hubschrauber gerast – drei Menschen starben.


Die Piste am Airport von Lukla ist rund 500 Meter lang, dahinter ragen die Berge des Himalaya steil auf
Die Piste am Airport von Lukla ist rund 500 Meter lang, dahinter ragen die Berge des Himalaya steil auf Foto: picture alliance / Robert Hardin

Doch viele Trekking-Urlauber haben keine andere Wahl, für sie ist der Flughafen Lukla Ausgangspunkt ihrer Expedition. Da das Wetter in den Bergen des Himalayas häufig schlecht ist, müssen Flüge oft gestrichen werden.

An normalen Tagen starten und landen etwa 25 Flugzeuge, während der Hauptreisezeit bis zu 40. Fluglotse Rohit Karn: „Das Wetter ist unvorhersehbar. Irgendwelche Flüge sind immer betroffen, gestrandete Passagiere haben wir jedes Jahr.“ Dass sich das Wetter in den kommenden Tagen bessert, hält der Fluglotse für wenig wahrscheinlich.

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