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Fridays for Future: Kachelmann wird deutlich: Entwicklungen „umgelogen“ – Politik

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Fridays for Future: Kachelmann wird deutlich: Entwicklungen „umgelogen“

Jörg Kachelmann leugnet den menschengemachten Klimawandel nicht -  „Fridays for Future“ sieht er aber kritisch.

Jörg Kachelmann leugnet den menschengemachten Klimawandel nicht – „Fridays for Future“ sieht er aber kritisch.

Foto: dpa

Es war ein beeindruckendes Zeichen, das „Fridays for Future“ gesetzt hat. Auch den größten Skeptikern und Gegnern dürfte nun klar sein, dass die Bewegung sich nicht in Luft auflösen wird.

An diesem Freitag hatte die Bewegung zum weltweiten Aktionstag aufgerufen – und Hunderttausende folgten. Allein in Berlin gingen laut Polizei über 100.000 Menschen auf die Straße, um gegen die drohende Klimakatastrophe und die Politik der Bundesregierung zu protestieren. Darunter auch Promis, wie „Tatort“-Darsteller Jan-Josef Liefers.

Auch in NRW protestierten Zehntausende, alleine in Münster nahmen 20.000 Menschen am Protestzug von „Fridays for Future“ teil, in Essen kamen 6000, in Bochum 8000. Auch in den USA, Australien oder Hongkong wurde demonstriert.

„Fridays for Future“: Sogar in Indien wurde demonstriert


Greta Thunberg feierte die Aktionen auf Twitter als gigantischen Erfolg: „Über vier Millionen Menschen beteiligen sich heute am Klimastreik. In 163 Ländern. Und es werden mehr.“



Die deutsche „Fridays for Future“-Aktivistin Luisa Neubauer freute sich vor allem über die Unterstützung aus Indien: „Mindestens 89 Klimastreiks in Indien. Mit besten Grüßen an alle, die uns in den letzten Monaten geraten haben wir sollten doch mal “in Indien anfangen”. No worries. Können wir uns wieder auf unsere Emissionen konzentrieren?

„Fridays for Future“: Kachelmann teilt seine Einschätzung

„Fridays for Future“ hat das Momentum auf seiner Seite. Das steht nach diesem Freitag fest. Doch es gibt weiterhin auch Kritiker. Darunter der bekannte Meteorologe Jörg Kachelmann. Am Freitag teilte er auf Twitter mit dem Hinweis „Etwas Hintergrund zum Klimastreik“ seine Gedanken zur aktuellen Lage.

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Direkt zu Beginn stellt Kachelmann klar, dass seiner Meinung nach aktuell viel „unwissenschaftlicher Unfug“ im Umlauf sei. Viele Entwicklungen würden „als Folge der “Hitze” und des Klimawandels umgelogen werden.“

Kachelmann attackiert die AfD

Klar ist aber auch: Dass es einen Klimawandel gibt und dass er vom Menschen verursacht wird – daran zweifelt Kachelmann nicht. „Der Anstieg von Temperatur und Taupunkten ist an fast allen Standorten signifikant und ohne anthropogenen Einfluss nicht erklärbar“, schreibt Kachelmann.

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Das ist Fridays for Future:

  • Greta Thunberg etablierte den ersten Klimatsreik im August 2018, als sie beschloss, nicht zur Schule zu gehen. So wollte sie im Vorfeld der schwedischen Wahlen gegen die Klimapolitik der Regierung protestieren
  • Sie setzte sich vor den schwedischen Reichstag, um dort auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen
  • Mit der Zeit weiteten die von Thunberg inspirierten Streiks sich immer weiter aus
  • Am ersten globalen Klimastreik am 15. März 2019 nahmen 1,8 Millionen Menschen teil

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Die AfD, die als einzige Partei im Bundestag diese Entwicklung leugnet, wird von Kachelmann heftig attackiert – ebenso aber Umweltverbände wie Greenpeace. Beide würden unwissenschaftlich argumentieren.

„So heiss sind aber unsere Sommer nicht“

Vor allem wehrt er sich gegen immer wieder neu erhobene Behauptungen, die Hitze würde für Waldbrände sorgen. „Das ist natürlich völliger Blödsinn, weil fast alle Bäume erst ab 200-250 Grad brennen – so hei? sind aber unsere Sommer nicht. Wälder brennen – ob am Amazonas oder in Brandenburg, wenn es a) trocken ist und b) ein Idiot sie anzündet“, so Kachelmann.

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Die Brände würden von der Dürre verursacht werden, so Kachelmann, und mehr Dürreperioden als in den vergangenen Jahren ließen sich seiner Meinung nach 2019 nicht nachweisen, so Kachelmann.

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Das ist Jörg Kachelmann:

  • Geboren 1958 in Lörrach, Baden-Württemberg, verbrachte Kachelmann seine Kindheit in der Schweiz
  • An der Uni Zürich studierte er unter anderem Meteorologie, brach das Studium aber ab, um für die Zeitung SonntagsBlick zu arbeiten
  • Das Thema Wetter wurde in seinem beruflichen Leben immer bedeutender, bis Kachelmann 1991 die Meteomedia AG gründete
  • Ab 1994 präsentierte er für die ARD das „Wetter im Ersten“ und arbeitete anschließend, und auch aktuell, als Moderator der MDR-Show „Riverboat“

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Und weiter: „Das permanente Ausrufen des Weltuntergangs führt zu Resignation und viele Menschen werden Sommer wie 2018 und 2019 nicht so schlimm finden.“ Dabei sei die Realität „beunruhigend genug.“

Schon in der Vergangenheit hatte Kachelmann sich auf Twitter mehrfach kleine Scharmützel mit „Fridays for Future“-Akitivistin Luisa Neubauer geliefert.

So schrieb er Kachelmann etwa in Juli: „Das ist lustig, für die andere Seite der Gaga-Welt bin ich ein böser Klimaleugner, was die lustige Luisa Neubauer durch ihre Faves regelmäßig beklagt, jetzt bin ich mit denselben Leuten ein Klima-Narr bei den einen Gagas. Mögen sich alle Gagas mal entscheiden, wo ich dazugehöre!“ Neubauer wies die Vorwürfe aber seinerzeit entschieden zurück. (fel)

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