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Diese fünf Details am VW ID.3 fallen auf

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Neue VW-Hoffnung

Der ID.3 soll für den Konzern aus Wolfsburg den Rückstand bei der Elektromobilität aufholen.

Frankfurt Auf der IAA 2019 hat VW endgültig den Schleier vom neuen Volks-Stromer ID.3 gezogen und gleich noch einem großen Publikum Einblicke in den Innenraum der Serienversion gewährt. Die für VW seit langer Zeit wichtigste Neuerscheinung bleibt auch nach dem Blitzlichtgewitter der IAA-Premiere im Gedächtnis haften. Unter anderem auch, weil vieles ganz neu und außerdem anders ist. Zeit für ein Rückblick auf die Zukunft unserer Mobilität mit zudem einigen vielleicht überraschenden Verweisen auf die weit entfernte Vergangenheit von VW.

Das Design

Den ersten und wichtigsten Eindruck hinterlässt das Design des ID.3, das sowohl erfrischend modern als auch sachlich geraten ist. Optisch kommt der Vorbote einer großangelegten E-Offensive zwar anders als typische VW-Modelle daher, doch wird er angesichts einer zugleich gefällig-konventionellen Aura klassische Golf-Kunden keineswegs verschrecken.

Der ID.3 trägt ein neues VW-Gesicht mit schicken LED-Scheinwerfern, dass trotz progressiver Details auch Erinnerungen an ganz frühe VW-Modelle weckt. Wie einst der Käfer oder die spätere Baureihe 1500/1600 verzichtet die Front des künftigen Volks-Stromers nämlich auf den Kühlergrill.

Stattdessen prangt im Zentrum des freundlichen Gesichts das neue VW-Logo, welches, wie einst in den 60er-Jahren, recht dünn und zudem zweidimensional gezeichnet ist. Ganz anders als in früheren Zeiten berühren bei diesem Logo allerdings die unteren Spitzen des W nicht mehr den sie rahmenden Kreis.

Die Technik

Der Verzicht auf den sonst üblichen Kühlergrill ist übrigens nur konsequent, denn Öffnungen in der Front als Teil des Thermomanagements für den Motor sind überflüssig geworden. Galt einst der im Golf 1974 eingeführte Frontantriebsmotor als Zäsur und großer Fortschritt bei VW, kehrt er nun, über 80 Jahre nach der Entwicklung des Ur-VW, wieder zurück ins Heck. Wie einst beim Käfer befindet sich also auch beim ID.3 der Motor nah der Hinterachse, die er zudem antreibt.

Hingucker

Beim IAA-Publikum hat der ID.3 großes Interesse geweckt

Ebenfalls an die Vergangenheit erinnern die Trommelbremsen, die man beim Blick durch die rollwiderstandsoptimierten 20-Zoll-Räder der First Edition entdeckt. Diese Stopper könnte man als veraltet oder Sparmaßnahme deuten, tatsächlich wurde die Bremsentechnik des ID.3 auf die spezifischen Anforderungen eines an der Hinterachse stark bremsenden Motors abgestimmt. In diesem Setting sollen Trommelbremsen sogar Vorteile bieten.

Neue Größe

Das neue MEB-Layout mit Heckmotor und Batterie im Fahrzeugboden erlaubt einen vergleichsweise kurzen Vorderwagen, was wiederum zusätzlichen Raum zwischen den weit voneinander entfernten Achsen schafft. Mit 4,27 Meter ist der ID.3 so lang wie ein klassischer Vertreter der Kompaktklasse, innen indes bietet er fast so viel Platz wie ein Vertreter der Mittelklasse.

Damit wird der Volks-Stromer nicht nur alltags- sondern außerdem auch familientauglich.

Neue Freiheiten

Ein anderes Wow-Erlebnis, ebenfalls Resultat der dank neuer Antriebstechnik sich ergebenden gestalterischen Freiheiten, beschert die luftige Gestaltung des Arbeitsplatzes.

Statt sich an einer wuchtigen Mittelkonsole zu reiben, genießt etwa das rechte Fahrerknie erfreulich viel Entfaltungsspielraum, denn zwischen den Vordersitzen hat VW einen praktischen Flachbau eingezogen, der als Ablage unter anderem für Smartphones dient, die sich nebenbei dank Induktionsladetechnik dort auch kabellos mit Strom versorgen können.

Gangwahl- und Bremshebel sind in der Mittelkonsole überflüssig geworden. Um dem ID.3 Fahrtrichtung oder den Parkwillen zu vermitteln, reicht ein mit dem Display hinterm Lenkrad verbundenes Dreh-Schalt-Element.

Wo ist das alte VW-Premium geblieben?

Apropos Display: Wer den ID.3 entert, wird zunächst den Blick auf die großen Farbdisplays werfen, die mit schicker Grafik und Bedienoberfläche und neuen Funktionen mächtig Eindruck schinden. Auch die Bedienung zieht den Gast in den Bann, denn statt echter Knöpfe gibt es fast nur noch berührungsempfindliche Oberflächen.

Doch Mittelkonsole wie auch andere Bereiche im Cockpit verblüffen andererseits mit stellenweise einfachen Materialien. Einst legte man bei VW auch in der Kompaktklasse großen Wert auf großflächig mit Softtouch-Oberflächen tapezierte Armaturenbretter, die damit haptisch und optisch das viel beschworene und oft zitierte „Wohlfühlambiente“ vermitteln.

Doch von wenigen Ausnahmen abgesehen, dominieren im ID.3 Hartplastik. Den Kostenkillern sei Dank, hat VWs neuer Volks-Stromer bei der Qualitätsanmutung im Innenraum noch Luft nach oben.

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